Der FC St. Ulrich konnte im Spitzenspiel der 20. Runde die Partie gegen den SV Breitenbach mit 3:0 für sich entscheiden. Zur Belohnung gibts dafür die Tabellenführung, die St. Ulrich bereits in der nächsten Runde beim High Noon der Gebietsliga Ost gegen Buch ausbauen kann.
Während der Titelrivale Buch an der Tabellenspitze in den letzten Runden Federn - sprich Punkte - lassen mußte, befindet sich St. Ulrich voll im Aufwind. Von Anfang an versprach das Schlagerspiel in dieser Runde Gebietsliga-Fußball vom Feinsten. Traf mit St. Ulrich doch die bis dato beste Heimmannschaft der Liga auf die beste Auswärtsmannschaft aus Breitenbach.
Beide Teams versuchten von Anfang an ihre Stärken auszuspielen und zu forcieren. Während der SV Breitenbach auf seine körperliche Überlegenheit setzte, versuchte St. Ulrich von Beginn weg durch schnelle Vorstöße über die Seiten zum Erfolg zu kommen. Bereits
nach elf Minuten wurde die Taktik von Trainer Engelbert Wörter von Erfolg gekrönt. Martin Köblinger, St. Ulrichs Flügelflitzer auf der linken Seite, vernaschte seinen Gegenspieler und spielte einen Stanglpass in die Mitte,
Andreas Troger verwertete die Hereingabe von Köblinger mit einem überlegten Schuß ins lange Eck zum
1:0 für St. Ulrich. In dieser Phase lief das Spiel über die Seiten bei St. Ulrich wie am Schnürchen. Bereits drei Minuten später fruchtete ein weiterer Vorstoß, diesmal über rechts. In der
14. Minute konnte Breitenbach Torhüter Florian Hosp eine Flanke von der rechten Seite nicht unter Kontrolle bringen.
Patrick Lechner verwertete den Abpraller zum
2:0. Obwohl Breitenbach bereits nach einer Viertelstunde gleich zweimal ins Hintertreffen geriet, steckte die Truppe von Trainer Rainer Rappold keineswegs auf. Der SV Breitenbach behauptete nach wie vor im Spiel die Lufthoheit und konnte auch hin und wieder gefährlich vor dem Tor von St. Ulrich auftauchen. So landete in der 32. Minute eine hohe Flanke bei Florian Kreidl, der das Zuspiel allerdings nicht zum Torerfolg nutzen konnte. Breitenbach blieb weiter am Drücker. Nach zirka einer halben Stunde gab es Elferalarm im Strafraum von St. Ulrich, nachdem der Breitenbacher Markus Gschwentner nach einem Dribbling im Strafraum gecheckt wurde. Schiedsrichter Manfred Haas sah die Situation nicht so dramatisch und verweigerte den Elfmeterpfiff.
Die Trainer beider Mannschaften hatten nach dem Schlußpfiff unterschiedliche Einschätzungen zu dieser Situation und zum Schiri generell zu bieten. Während Breitenbach Coach Rappold von einer
"strittigen Situation" sprach und
"man den schon geben kann", lobte St. Ulrich Trainer Wörter Schiri Haas:
"Er hat gut gepfiffen und viel durchgehen lassen, dadurch wurde es ein flüssige Partie!" Rappold widersprach in diesem Punkt:
"Das Auftreten des Schiedsrichters war nicht nach meinem Geschmack!"Die zweite Hälfte begann mit keinen gravierenden Veränderungen. Keiner der Coaches sah sich zunächst zu einem Wechsel genötigt. Auch an der taktischen Ausrichtung beider Teams änderte sich wenig. St. Ulrich versuchte das Spiel so gut wie möglich auf den Boden zu verlagern und das Spiel schnell zu machen. Breitenbach versuchte durch hohe Bälle und dort vor allem durch Standardsituationen für Gefahr zu sorgen. Das vorher sehr gut funktionierende Spiel über die Seiten kam beim FC St. Ulrich mit Fortdauer des Spiels etwas ins Stocken. Das führte dazu, dass sich die zweite Halbzeit über weite Strecken ausgeglichener präsentierte. In der 70. Minute brachte St. Ulrich Trainer Wörter Edeljoker Phillip Jagodic statt Harald Danzl. Jagodic hat bereits in den vergangenen Partien nach seinen Einwechslungen des öfteren getroffen und auch diesmal bewies Trainer Wörter ein goldenes Händchen. Breitenbach musste in der Schlussphase mehr riskieren und eröffnete St. Ulrich damit entscheidende Räume für Kontermöglichkeiten. Jagodic nutzte das eiskalt aus und erzielte aus einem klassischen Konterangriff kurz vor Schluß in der
87. Minute die entgültige Entscheidung zum
3:0.
Jagodic stürmte alleine auf Torwart Hosp und ließ ihm keine Chance. Damit war die Partie endgültig gelaufen. St. Ulrich reist nun mit breiter Brust in der nächsten Runde als Tabellenführer zum Schlager gegen den FC Buch.