7 Tore konnten die Zuseher am Freitag Abend in Wagna beim Spiel zwischen Flavia und Werndorf bestaunen. Am Ende behielten die Werndorfer, die zwischenzeitlich schon mit 3:0 führten, die Nase vorne und siegten 4:3.
Der
SVL Flavia Solva konnte aus den letzten beiden Spielen gegen Thal und Gössendorf viel Selbstvertrauen tanken und wollte zu Hause mit einer guten Leistung den neunten Tabellenplatz verteidigen. Der
SK Werndorf hingegen hat in dieser Spielzeit weder etwas zu gewinnen noch zu verlieren, dennoch wollte die Kulovits-Elf eine solide Leistung abrufen und eine gute Saison ordentlich beenden.
Von der ersten Minute an waren die Gäste aus Werndorf klar spielbestimmend und eindeutig überlegen. Mit einer gewohnt starken spielerischen Leistung ist man im Auswärtsspiel aufgetreten und ließ dem Gegner keine Chance. In der Anfangsphase wurde der SVL Flavia Solva regelrecht an die Wand gespielt und fand sich überhaupt nicht zurecht. Etwas mehr als 10 Minuten war diese Begegnung alt, da konnten die Werndorfer ihre Überlegenheit in einen Treffer umwandeln. Nach einer wunderschön herausgespielten Aktion ließ Kapitän
Christoph Maurer im Duell 1 gegen 1 dem Schlussmann der Flavianer, Manuel Gerlitsch, keine Chance und stellte auf 1:0. Nur drei Minuten später konnte der SK Werndorf gleich das zweite Tor nachlegen und mit 2:0 in Führung gehen. Nach einer Flanke von der Seite stieg ein Werndorfer am höchsten und kam mit dem Kopf an den Ball. Dieser traf allerdings nur die Stange, von wo aus er wieder zurück aufs Spielfeld prallte. Pascal Pieberl schaltete am schnellsten und konnte den Abpraller über die Linie drücken. Die Hausherren hatten zu diesem Zeitpunkt fast gar keine Spielanteile und wussten sich gegen die stark aufspielenden Gäste aus Werndorf nicht zu helfen. Knapp 10 Minuten vor der Pause schlug der Ball das dritte Mal in diesem Spiel im Kasten von Gerlitsch ein. Nach einem Handspiel eines Verteidigers der Gastgeber entschied sich der Schiedsrichter richtig und zeigte auf den Punkt.
Thomas Spiegl zeigte abermals seine Qualitäten und ließ Gerlitsch bei seinem Starfstoß keine Chance. Im Anschluss daran wechselte SVL-Coach Thonhofer noch zweimal vor der Pause und brachte mit Milos Ilic und Dominik Divjak zwei frische Spieler. Von da an wurde das Spiel der Gastgeber besser und sie kamen nur wenige Augenblicke nach dem Wechsel zum Anschlusstreffer. Vorausgegangen war ein Freistoß von der Seite, den
Blaz Horvat in der Mitte mit dem Kopf erwischte und das 1:3 erzielte. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff konnte die Thonhofer-Elf sogar noch den zweiten Treffer nachlegen. Der eingewechselte Divjak bereitete mustergültig für
Daniel Weber vor, für den der Rest nur mehr Formsache war. Kurz darauf hätten die Hausherren sogar noch den Ausgleich erzielen können, aber Werndorf Tormann Michael Herrmann wehrte den Schuss von Veton Bujari noch an die Latte. Mit 3:2 aus Sicht der Gäste ging dieses verrückte Spiel in die Kabinen.
In der zweiten Hälfte ging das Spiel ähnlich los, wie in Durchgang eins. Die Werndorfer haben das Spiel diktiert und sind auch einiges an Risiko eingegangen, um die Führung wieder auszubauen. Keine zehn Minuten waren in der zweiten Spielhälfte absolviert, da konnte der SVL Flavia Solva Kapital aus einem Abwehrfehler der Gäste schlagen, den Ball im 16er erkämpfen und Weber stellte mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend den Ausgleich her. Danach schienen aber die Gastgeber immer mehr für ihre Aufholjagd Tribut zu zollen und die Kräfte ließen nach. Der SK Werndorf kam in der Folge wieder immer besser ins Spiel und verzeichnete durch Claudio Lindschinger und Paul Sonnbeger zwei Alutreffer. Auch
Kerim Erdem kam nach einem Abpraller in aussichtsreicher Position zum Abschluss, konnte aber den Ball nicht im Tor unterbringen. Der Druck der Werndorfer machte sich zum Schluss hin aber doch noch bezahlt und so kamen sie in der Nachspielzeit noch zum Siegestreffer. Maurer tankte sich in den Strafraum, wurde zunächst noch zu Fall gebracht, spielte aber gleich weiter und konnte noch einen hohen Ball zur zweiten Stange schlagen. Dort warf sich Erdem mit allem was er hatte in den Ball und drückte das Spielgerät schließlich zum 4:3 über die Linie.
Fazit: Der späte Gegentreffer war zwar sehr unglücklich für den SVL Flavia Solva, dennoch war der Sieg für die Gäste aus Werndorf vollkommen verdient. Die Gastgeber haben aufopferungsvoll gekämpft, konnten dieses Tempo aber nicht über 90 Minuten halten und spielerisch nichts dagegen setzen. Trotz der Niederlage bleibt der Traditionsverein aus Wagna der Oberliga erhalten und kann ohne Druck in das letzte Spiel gehen.