Im Freitag-Abendspiel der BezirksRundschauliga Nord war der Tabellenzweite Gramastetten zu Gast im Aistoval bei der TSU Wartberg/Aist. Der Underdog aus Wartberg stand gehörig unter Zugzwang und Gramastetten wollte die Chance auf den Titel wahren...Diese Mischung bedeutete eine interessante Begegnung.
Auf glitschig nassem Untergrund bestritten die Mannschaften von Rimser Leo und Trafella Gert das Spiel der 18. Runde. Zumindest vom Papier her schien die Begegnung eine einseitige Partie zu werden, denn immerhin bekleidet Gramastetten den zweiten Tabellenplatz. Die TSU Wartberg/Aist verpasste hingegen die Chance, über direkte Duelle nach vorne zu kommen, und verblieb auf dem vorletzten Platz.
Die Vorzeichen standen also recht gut und mit Spannung konnte die Partie erwartet werden. Schiri Brandstätter blies zum Angriff und tatsächlich stürmten die BlauWeißen aus Wartberg vorne weg und dominierten die Anfangsminuten. Zwar konnte keine klare Feldüberlegenheit herausgespielt werden, doch das Spiel nahm an Fahrt auf. Die von Ausfällen geplagte Rimser-Elf fand in Gernot Frauenhuber ihren perfekten Vorstopper und fand somit immer wieder Ordnung im Spielaufbau. Dann war die Klasse der Trafella-Elf jedoch zu spüren, als nach einer herrlichen Freistoß-Flanke der 0:1 Auswärtstreffer fiel. Ervin David sprintete quer in Richtung der Hereingabe, startete das Düsentriebwerk und stellte sich in die Luft, wie ein hungriger Adler über seiner Beute. Ohne auch nur der geringsten Chance zu verteidigen donnerte er das Spielgerät per wuchtigem Kopfstoß ins Kreuzeck - Marke Weltklasse! Beeindruckt von dem Treffer lies man nun Gramastetten mehr ins Spiel kommen. Die spielerischen Fähigkeiten der Trafella-Elf wurden in der Folge voll ausgeschöpft, doch richtig gefährlich wurde es vor dem Kasten von Weiß Bernhard nicht mehr. Nach Foulspiel am 20er war es Daniel Ennikl, der sich die Kugel (wie am Titelbild zu erkennen) zurecht legte. Nach kurzem Maßnehmen, jagte er das Leder über die Mauer ins obere Eck zum 1:1 Ausgleichstreffer - Marke Sehenswert! Mit dem schönen Freistoß in Erinnerung ging es für die Akteure am Feld dann aber auch zum verdienten Päuschen in die Kabinen.
Herr Trafella fand die richtigen Worte in den Katakomben des Aistovales, denn Gramastetten kam besser in die zweite Halbzeit und drückte nun der TSU ihr Spiel auf. Wacker wurden die Angriffswellen abgewartet und nach und nach lies der Sturmlauf dann auch nach. Eben in dieser Phase hatte Wartberg nun hochkarätige Chancen zu verzeichnen. Zuerst wurde Mayrhofer Gregor perfekt von Ennikl Daniel bedient, dann wurde Wolfinger Dietmar hervorragend in Szene gesetzt. Beide Sturmtanks blieben jedoch glücklos und somit blieb es beim 1:1. Große Aufregung herrsche dann aber wieder im anderen Strafraum. Nach einer langen Flanke wurde der Ball per Kopf verlängert. Bei dieser Verlängerung reklamierte Wartbergs Verteidigung auf Abseits und musste schlussendlich nachschauen, als der Ball über die Torlinie befördert wurde. Markus Leeb war zuletzt am Ball und stellte die neuerliche Führung für seine Mannschaft her. "Es ist unverständlich, wie man diese klare Abseitsstellung übersehen kann", kommentierte Coach Rimser die Situation im Gespräch. Die Hausherren gaben sich allerdings nicht auf und zeigten Moral. Nach einem Energieanfall des eingewechselten Leibetseder Moritz, überspielte er quasi im Alleingang die gesamte rechte Seite. Seine Schuss-Hereingabe konnte Torhüter Hartmann Claus nur abblocken. Der mitgelaufene, junge Mittelfeldspieler Schmollmüller Paul hatte dann beim Abschluss keine Mühe und traf zum Endstand von 2:2.
Das X bedeutet für Wartberg eine Leistungssteigerung und gibt Kraft für die nächsten Aufgaben in Putzleinsdorf und gegen Vorderweißenbach. Gramastetten darf sich für den Punkt nicht beklagen, denn die TSU hatte die besseren Chancen.