Diesmal waren die Gäste im psychologischen Nachteil. Verfolger Neuberg hatte bereits unter der Woche "vorgelegt", jetzt galt es halt "nachzulegen". Allerdings keine leichte Aufgabe für die Südburgenländer, einerseits gilt St. Margarethen als sehr heimstark, andererseits fehlte den Oberwartern mit Helmut Plank der "Kreative" im Mittelfeld.
Oberwart fehlte in diesem Schlagerspiel mit
Plank und
Herrklotz zwei wichtige Leute, aber zur Beruhigung, sie traten trotzdem mit elf Mann an. Und diese elf Mann zeigten die Tugenden, die einen möglichen "Meister" auszeichnen. Sie spielten, kämpften und das Wichtigste, sie präsentierten sich als Einheit. Von Beginn weg ging es zur Sache, der aufgerückte
Horvath hatte die Gästeführung auf dem Kopf, nach einem kurz abspielten Korner hatte es wie gesagt 0:1 stehen müssen. Kurz darauf die gleiche Situation auf der anderen Seite, nach Flanke von
Bernscherer setzte
Gartner einen Kopfball,
Torhüter Keglovits drehte das Leder über die Latte.
St. Margarethen erarbeitete sich jetzt ein Chancenplus, in der 21. Minute ein überlegtes Abspiel von V
alentin Unger auf
Rolf Landerl, dieser "sah"
Gartner starten, spielte ideal in die Mitte, nur der
"Zünder" kam einen Deut zu spät. Die fällige "
Magreda"-Führung fiel dann nach einer halben Stunde, ein
Petermann-Eckball ging Richtung zweite Stange, dort stand mutterseelenallein
Unger, dieser traf dann innerhalb des Fünfers zur verdienten 1:0 Führung.
Oberwart steckte diesen Treffer aber "meisterlich" weg, sie kamen jetzt offensiver und in der 36. Minute zeigte
Michael Gerdenitsch im Tor der Hausherrn sein Können, einen sehenswerten Schuss vom überragenden
Andreas Müllner fischte er aus der Kreuzecke. Die Partie wog jetzt munter hin und her, im Gegenzug brachte
Gartner im Fallen das Leder noch zu
Landerl, dieser zog alleine Richtung
Oberwart Tor,
Keeper Keglovits verzögerte geschickt, "lud"
Landerl regelrecht ein und konnte das fast sichere 2:0 verhindern. Effektivität bewiesen die Gäste dann knapp vor dem Pausenpfiff, eine
Müllner Kopfballvorlage fiel dem aufgerückten
Robert Horvath vor die Beine, diese zauderte nicht lange und schob die Kugel überlegt ins lange Eck ein.
Die zweite Halbzeit begann mit einer "Hundertprozentigen" für die Hausherrn, fast eine Kopie der
Landerl Chance aus der 38. Minute. "
Vali" Unger schickte abermals
Landerl ideal in die "Gasse", dieser stand abermals alleine vor
Keeper Keglovits, der Sieger war wieder der Keeper.
Oberwart erkannte es jetzt, hier sollten wir mehr tun. Und das passierte dann auch mit einem "Warnkopfball" von
Horvath, er strich nur knapp am Tor vorbei. In der 74. Minute war es dann soweit, ein Treffer der für
Oberwart noch viel "Wert" haben kann.
Farkas kam an der rechten Seite zum Ball, schaute kurz auf und der kurz zuvor eingewechselte
Stefan Wessely erzielte den Siegestreffer. Danach beschränkten sich die Gäste auf Resultathalten, mit "sicherem" Spiel hielten sie den Gegner gut in Schach.
Fazit: Auf dem "Weg" zum Meistertitel war das wahrscheinlich die schwerste Hürde für die Oberwarter. Imponierend, wie sich die Gäste selbst in sogenannten kritischen Situationen als Einheit "präsentierten". St. Margarethen war der erwartet schwere Gegner, machte sich aber mit vielen Ballverlusten das Leben selber "schwer".